Revolution und Nationalstaatlichkeit
Die Französische Revolutionstruppen besetzen 1793 Saarbrücken. Sie plünderten das Schloss und brannten es bis auf die Grundmauern nieder. Fürst Ludwig musste fliehen und starb 1793 im Exil. Auch Erbprinz Heinrich ereilte das gleiche Schicksal. Somit starb die Linie der Saarbrücken-Nassau aus.
Durch die Friedensschlüsse von Campo Formio im Jahre 1797 und von Lunéville im Jahre
1801 gehört die Grafschaft Saarbrücken zu Frankreich.
Saarbrücken fällt 1815 mit der Saargegend an das Königreich Preußen. Die Bürgermeisterei Saarbrücken umfasst die Stadtgemeinden Saarbrücken und St. Johann sowie die Angemeinden Malstatt, Burbach, Brebach und Rußhütte.
Die Eisenbahnverbindung zwischen der pfälzischen Ludwigsbahn und der französischen
Ostbahn wurde 1852 eingeweiht.
1856 werden die Eisenhüttenwerk Burbach in Betrieb genommen.
Durch die Kanalisation der Saar bis Ensdorf wird ab 1860 der Transport von Erz und Kohle
ermöglicht. Zur gleichen Zeit wird die Saar an das bedeutende
französische Kanalisationsnetz angeschlossen.
Auf den Spicherer Höhen kommt es 1870-71 zum blutigen Deutsch- Französischer Krieg.
1862 wurde die Saarbrücker Feuerwehr gegründet.
1897 bis 1900 lässt der Architekt Hauberisser das Rathaus St. Johann erbauen.
1909 schlossen sich Saarbrücken, St. Johann und Malstatt – Burbach zur Großstadt
Saarbrücken zusammen und wurden mit 105.000 Einwohnern zur fünft größten Stadt links
des Rheinufers.
Auf den ST. Arnualer Wiesen wird nach 1911 der Flughafen gebaut. Heute befindet e sich in Saarbrücken-Ensheim.
Nachdem 1914 der erster Weltkrieg ausbrach und Deutschland am 03.08 des selben Jahres Frankreich den Krieg erklärte, wurde Saarbrücken das Hauptaufmarschgebiet für die Front von Verdun (Frankreich) bis zu den nördlichen Vogesen.
Durch die ersten Luftangriffe 1915 wird die Stadt arg in Mitleidenschaft gezogen.
Erwähnenswert währe noch, dass die Großstadt Saarbrücken ein
gemeinsames Wappen erhält. Es setzte sich aus dem Löwen von Saarbrücken, der Rose von St. Johann und aus Schlägel, Zange und Eisen von Malstadt-Burbach zusammen.
1918 soll das Saarländisch Industrierevier angegliedert werden. Marschall Foch zieht mit
seinen Truppen in Saarbrücken ein und setzt den Arbeiter- und Soldatenrat ab. Zuvor
verließen die letzten Deutschen Truppen die Stadt.
Die Bestimmungen des Versailles Friedensvertrags von 1919 stellen das Saarland für 15 Jahre
unter die Verwaltung des Völkerbundes. Die Bevölkerung entscheidet
sich 1935 mit einer Mehrheit von über 90 % für die Angliederung an Deutschland.
Der Vorläufer des Saarländischen Rundfunks beginnt mit ersten Sendungen.
Tehmen dieser Seite:
Revolution und Nationalstaatlichkeit
Erster Weltkrieg
Völkerbundzeit
